Zweimal Podium bei der Deutschen Meisterschaft

Zweimal Podium bei der Deutschen Meisterschaft

Vier Tage Messehallen, drei intensive Wettkampftage und unzählige Schrauben-, Löt- und Code-Feinjustierungen – von Mittwoch bis Samstag war unser RoboCup-Team des Schülerforschungszentrums bei der deutschen Meisterschaft, der RoboCup German Open (10.–14. März 2026) auf der Messe Köln, am Start. Der RoboCup Junior gilt als der führende Nachwuchswettbewerb für intelligente Roboter und ist offen für Schülerinnen und Schüler bis 19 Jahre. In diesem Umfeld haben unsere Teams gezeigt, wie viel Ideenreichtum, Ausdauer und Teamgeist in ihnen steckt.

Für gleich zwei große Höhepunkte sorgten Podiumsplätze am Finaltag: In der Soccer-Disziplin 1‑gegen‑1 Entry erspielten sich Simon Brandstetter und Luka Steib nach sechs packenden Partien den dritten Platz – in einem Feld der 18 stärksten Teams Deutschlands. In der Einsteigerliga im Soccer kommt jeweils ein autonom agierender Roboter pro Team mit zwei Antriebsmotoren und stark reglementierter Hardware zum Einsatz. Umso beeindruckender ist es, wie souverän die beiden unzählige Probleme an ihrem Roboter lösten und sich so gegen die Konkurrenz durchsetzten: Präzise Ballortung, cleveres Stellungsspiel und ein zuverlässig agierender Antrieb machten den Unterschied. Mit dem dritten Platz hat sich das Team für die Europameisterschaft in Wien qualifiziert.

Ebenfalls fantastisches Bronze erkämpften sich Iren und Mila Biggel in der Kategorie RescueLine. In dieser Liga müssen Roboter Linien sicher verfolgen, Kreuzungen meistern, Hindernissen ausweichen und in simulierten Rettungsszenarien „Opfer“ erkennen. Selbst auf den schwierigsten Parcours sammelten die beiden konsequent Punkte und behaupteten sich auf höchstem Niveau in einem großen Starterfeld: Platz 3 unter den 35 besten Teams aus ganz Deutschland ist eine herausragende Leistung. Nach dieser tollen Leistung fahren auch Mila und Iren zur Europameisterschaft nach Wien.

Außerdem sammelten Ida Strigel und Maximilian Bachmann bei den ersten deutschen Meisterschaften ihrer jeweiligen Teams wertvolle Wettkampferfahrung. In den Disziplinen RescueLine Entry und Rescue Maze Entry behaupteten sie sich jeweils im Mittelfeld ihrer Starterfelder. Gerade in diesen Ligen zählt das schnelle Lernen aus jedem Lauf: Sensorwerte sauber kalibrieren, die Linienverfolgung stabil halten, Fehler robust abfangen, Strategien anpassen – all das haben beide Teams über die drei Wettkampftage sichtbar verbessert.

Neben den Ergebnissen bleibt vor allem die Atmosphäre unvergessen: surrende Motoren, konzentrierte Blicke beim Debuggen in letzter Minute und faire Duelle auf hohem technischen Niveau. Die German Open sind nicht nur ein Wettkampf, sondern ein Lernraum, in dem Programmierung, Konstruktion, Taktik und Teamarbeit zusammenkommen – und in dem unsere Schülerinnen und Schüler fachlich wie persönlich wachsen.

Ein großer Dank geht an unsere Betreuer Cornel Biggel und Jan Rudolf sowie an alle Unterstützerinnen und Unterstützer, die die Teilnahme ermöglicht haben. Nach diesen Erfolgen ist die Motivation groß, die Roboter weiterzuentwickeln: neue Sensorfusion, stabilere Fahrwerke, noch smartere Algorithmen. Wer Lust bekommen hat, selbst einzusteigen oder mehr über die Ligen Soccer, Rescue, OnStage und Simulation zu erfahren, findet Informationen unter robocup.de/junior. Wir sind stolz auf unser Team – und freuen uns auf die nächsten Herausforderungen.