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Hexenjagd

Autor: Arthur Miller
Aufgeführt: 1999


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Hexenjagd Hexenjagd Hexenjagd Hexenjagd

Ebenfalls einen Klassiker des Amateur- und Schultheaters, Arthur Millers "Hexenjagd", präsentierte "Mugnog" 1999. Auf der Suche nach einem Stück mit starken und zahlreichen Frauenrollen stießen sie auf die Geschichte der Hexenverfolgungen in Neuengland des 16. Jahrhunderts.

In fast dokumentarischer Form erzählt Miller die Intrige, die das Mädchen Abigail spinnt, um ihren Liebhaber, den Bauer John Proctor, von seinem Entschluss abzubringen, das Verhältnis mit ihr seiner Frau und seiner Familie zuliebe zu beenden. Dabei wird ihr nicht bewusst, dass sie der undemokratischen Staatsgewalt in die Hände spielt, die ihre Macht in den neugewonnenen Kolonien zunehmend in Frage gestellt sieht, als sie schließlich Proctor vor Gericht zerrt. Auch die Kirche spielt keineswegs eine rühmliche Rolle mit ihrem schmierigen Pfarrer Parris und dem theoretisierenden Reverend John Hale.

Die Inszenierung beginnt mit einem eindrucksvollen Schattenspiel: Die Mädchen des Dorfes tanzen in der Nacht um ein kultisches Feuer, singend und sich ein bisschen Freiheit in der engen Welt des ärmlichen Landlebens suchend. Ihr Gesang, sich aus dem Nichts entwickelnd und nach einem extatischen Höhepunkt wieder verebbend, schlägt die Zuschauer in der Stadthalle in Bann, die dadurch losgetretene Spannung lässt über das ganze Stück hinweg nicht mehr nach und gipfelt in der Gerichtsverhandlung und in Proctors im Gefängnis widerrufenen Geständnis seiner Hexerei. Eine entscheidende Entwicklung ergab sich für die Inszenierung bei den Probentagen, die die "Mugnogs" bereits zum zweiten Mal an der Landesakademie in Bad Rotenfels durch Schauspieler und Regisseur Jochen Wietershofer erhielt.

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