Ein Engel kommt nach Babylon
Autor: Friedrich Dürrenmatt
Aufgeführt: 1998
Diashow-Modus
1998 wagte sich "Mugnog" erstmals an einen Klassiker, Friedrich Dürrenmatt mit seiner fragmentarischen
Komödie um den Thron von Babylon. Witzig und ironisch verpackt er seine herbe Kritik
an Staat, Kirche und Gesellschaft in der Geschichte vom Engel, der in Begleitung des
Mädchens Kurrubi den Planeten Erde besucht und den Menschen Kurrubi zum Geschenk
mitbringt. Der extreme Gegensatz zwischen dem machtbesessenen, aber dekadenten
babylonischen Hof um König Nebukadnezar und dem souveränen Bettler Akki unter den
Brücken des Euphrat prägt das Stück.
Die zahlreichen Mitspieler hinterlassen sowohl als Einzelfiguren wie als
machtvolles Volk starke Eindrücke auf der Bühne, die von der Mülldeponie zum
feierlichen, in blaue Tücher gehüllten Thronsaal mutiert. Doch weder König noch
Minister, Militär oder Kirchenobere können in ihrer Ichbezogenheit diese zerrissene
Welt retten, die der Engel allzu blauäugig sieht: allein Akki, der Kurrubi auf
seinen Armen tragend vor dem Volk rettet, kann durch seinen ehrlichen und realistischen
Blick dieser Welt noch eine Perspektive bieten.
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