King Kongs Töchter
Autor: Theresia Walser
Aufgeführt: 2002
Diashow-Modus
Erneut wechselten die "Mugnogs" ihr Genre: Theresia Walsers Stück über
die Situation der Alten in einem Pflegeheim war erst wenige Jahre uraufgeführt
und doch schon eines der meist gespielten Stücke auf bundesdeutschen Bühnen, als
sich die inzwischen sehr bühnenerfahrenen SchauspielerInnen der zweiten Generation
zu ihrem Abschied auf diese Szenerie einließen. Vor allem aber ist es eines der
wenigen Stücke überhaupt, das im Milieu des Alters, der Krankheit und unvermeidlich
der letzten Lebensetappe spielt.
Sich dort einzufinden erforderte zuerst einmal den Schritt heraus aus der stets
künstlichen Probenumgebung und hinein in eine Pflegestation: in Kooperation mit dem
Wangener Heim St. Vinzenz tasteten sich die Darsteller - Alte und Pflegerinnen - an
die Realität heran. Dann erst entstanden Zug um Zug die Figuren mit all ihren
Schrulligkeiten, ihren Nöten, Ängsten, Schärfen und Bosheiten.
Keine Produktion entzweite die kritische Meinung bisher so sehr. Wurde die
schauspielerische Leistung durchweg gelobt, wenn auch mit aller Problematik der
Darstellung alter Menschen durch sehr junge, so war dagegen die äußerst
konkrete und unbeschönigende Zurschaustellung der Alten und ihres Binnenverhältnisses
zum Personal vielen kaum erträglich. Doch Theater muss anstoßen, muss berühren, mit
dieser Devise stellte sich "Mugnog" den Diskussionen und Nachfragen in der Öffentlichkeit.
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